Tag
1, Freitag 17.6.2011 - Begrüßungscocktail in der Hotelbar, erstes
Briefing und das Abendessen
Am
Freitagnachmittag war es also soweit. Die Teilnehmer zur Gourmet Tour Teil
2 trafen sich im Hotel & Resort Defereggental um dort nicht nur
den Gaumen zu verwöhnen sondern auch um Ordentlich Kurven zu räubern.
Okay. So war der Plan. Nicht im Plan waren die immer schlechter werdenden
Wettervorhersagen für das Wochenende. Leider. Aber was will man machen.
Absagen und verschieben ging leider nicht da alles gebucht, reserviert und
geplant war was nötig und möglich war. Also hieß es Augen zu und durch.
Der Tag der Anreise erwies sich dann doch
besser
als gedacht und befürchtet. Von zu Hause aus bis zur Einfahrt in den
Felbertauerntunnel eigentlich passables Roadster Wetter. Erst bei der
Ausfahrt aus dem Tunnel kam der befürchtete Regen und blieb auch bis in
den späten Abend hinein. Aber davon ließen wir uns nicht abschrecken.
Nach der Begrüßung inkl. Verteilung Schlüsselanhänger und
Namensschilder ging es auf die Zimmer und danach gab es den geplanten Begrüßungscocktail
an der Hotelbar. Ein kurzes Briefing mit Bekanntgabe der Änderung des
Ablaufs ( die Großglockner Hochalpenstraße sollte am Sonntagmorgen
Schneebedeckt sein ) und danach machten wir uns über das Abendessen inkl.
Nachspeisenbüfett her. Nach dem Essen stellte sich munteres plaudern bis
tief in die Nacht an der Hotelbar ein. Zu spät sollte es ja nicht werden
da wir für den Samstag ja eigentlich fit sein wollten
Tag 2, Samstag 18.6.2011 - Abfahrt
uom
Staller Sattel
Der
Samstagmorgen war leider wie befürchtet ziemlich Wolkenverhangen aber
gottseidank noch trocken. Es war ein bisschen wie bei Tolkiens "Herr
der Ringe". Die Stimmung die im Defereggental zu sehen war erinnerte
an Mittelerde. Teilweise konnten wir das auch mit den Digi Cams so
einfangen. Okay, die Fahrt ging los in Richtung Staller Sattel hinauf. Ein
Felssturz auf halben Weg ermahnte zu höchster Aufmerksamkeit beim
befahren der Strecke. Oben an der höchsten Stelle des Sattels angekommen
mussten wir erst einmal warten. Der Nebel wurde immer dichter und sorgte
aber trotzdem für gute Stimmung innerhalb unserer Gruppe. Als die Ampel
auf Grün sprang ging es los. Bedingt durch schlechte Sicht und eine nicht
unerhebliche Herde Braunvieh konnten wir aber nur ein vorsichtiges Tempo
gehen. Zu gefährlich wäre es gewesen an den Viechern zügig vorbei zu
fahren. So eine 600 -700kg schwere Kuh dürfte ziemliche beulen in die
Karosserie drücken die durch den Beulendoktor sicher nicht so leicht
entfernt werden könnten. Es ging also weiter das Antholzer Tal hinunter.
Ab und an blinzelte sogar blauer Himmel durch und das Wetter machte einen
leicht freundlicheren Eindruck. An Brunico vorbei ging es weiter über den
Furkelsattel, das Gadertal Richtung Badia in Corvara. Dort kurz bevor man
die Sella Gruppe erreicht begegneten wir einer Gruppe von insgesamt ca. 50
Oldtimern die ihrerseits eine Tour durch Südtirol fuhren. In Gruppen von
5 - 10 Fahrzeugen düsten sie an uns vorbei und grüßten ab und zu auch
verblüfft in unsere Richtung. Bei unserer Rückfahrt in Richtung Staller
Sattel begegneten wir uns ein zweites Mal.
Weiter
im Text, Corvara hinter uns lassend ging es bei immer noch trockenem
Wetter auf die 3 Jochs. Grödner, Sella und Pordoi Joch. Die Kurven hinauf
auf die 3 Bergstationen gehören meiner Meinung nach zu den "turns
you must drive in your life". Oben am Pordoijoch machten wir
Mittagspause um die vom Hotel erhaltenen Jausenpakete zu verspeisen. Ein
stark böiger Wind oben auf 2200m hat uns aber doch ziemlich gestört und
dazu gebracht recht bald wieder aufzubrechen und ins Tal hinunter zu
fahren. Leider war es dann aber auf dem Passo di Falzarego Schluss mit
lustig und Dauerregen begleitete uns auf dem Weg zurück über Cortina
d`Ampezzo, Toblach, Brunico und dem Staller Sattel ins Hotel.
Durch
die frühere Ankunft im Hotel blieb uns noch Zeit eine spontane
Weinverkostung im Hoteleigenen Weinkeller mit dem Somelier des Hotels,
Ingo, abzuhalten und etliches über einheimische und europäische Weine zu
erfahren. Danach standen wieder die Gaumenfreuden im Mittelpunkt und wir
widmeten uns dem Mehrgängigen Abend Menü. Den Tag ließen wir dann an
der Hotelbar entsprechend ausklingen.
Tag 2, Sella Runde, Passo di Falzarego,
Cortina d`Ampezzo und wieder Staller Sattel hoch
Tag 3,Abfahrt zur Kalser Glocknerstraße
Der
Sonntagmorgen präsentierte sich dann genau so wie wir uns das auch für
den Sonntag gewünscht hätten. Das Defereggental glitzerte in der
Morgensonne und der Himmel war weiß/blau fast wi in unserer bayrischen
Heimat. Gutgelaunt stiegen wir in unsere Autos und rollten los durch das
Tal in Richtung Kalser Glocknerstraße. Nach dem wir die Felbertauernstraße
überquert hatten und ein paar km gefahren sind, stoppten wir am
Naturdenkmal Schleierfall zu unserem 1. Fotostopp des Tages. Der
Wasserfall bot eine herrliche Kulisse um uns und unsere Fahrzeug zu präsentieren.
Nach ein paar Minuten verweilen machten wir uns wieder auf um die Kalser
Straße weiter hoch zum Luckner Haus zu fahren. Vom dortigen Parkplatz aus
bietet sich ein herrlicher Blick auf den Großglockner von der Westseite
des Hohen Tauern Gebietes. Auf der Ostseite war wie schon erwähnt das
Wetter eher winterlich geprägt was uns ja zum umdisponieren genötigt
hatte. Nachdem wir uns ausgiebig unterhalten und geknipst hatten fuhren
wir dieselbe Strecke wieder hinunter um dann über Felbertauern, Pass
Thurn und Kitzbühel nach Klausen unserem Mittags Stopp zu kommen. Leider
haben wir die Rechnung 1. nicht mit dem Wetter gemacht ( Dauerregen ab
Ausgang Felbertauerntunnel ) und 2. nicht mit den Ausrichtern des Kitzbühel
Triathlons gemacht. Diese Veranstaltung sorgte dafür das wir 1 Stunde
Zwangsaufenthalt auf einem Kizbüheler Parkplatz hatten bevor wir weiter
nach Klausen in das Sporthotel Klausen fahren konnten um dort unsere Pause
einzulegen. Viele aus unsere Gruppe verabschiedeten sich danach und fuhren
in Richtung Heimat, einige blieben noch bis fast zum Schluss auf der
Strecke dabei. Von Klausen aus ging es nämlich dann weiter über Kufstein
( letzter Tankstopp ) den Thiersee, Bayrisch Zell zur Autobahn wo dann
wirklich nun jeder seinen ganz persönlichen Heimweg antrat.
Zum
Schluss möchte ich nicht unerwähnt lassen wie sehr uns dieses Wochenende
mit euch allen gefallen hat. Es war in meiner langen Geschichte von selbst
geplanten und durchgeführten Veranstaltungen das angenehmste Erlebnis und
die wohl beste Gruppe die ich je dabei hatte. Uns hat es wirklich sehr gut
gefallen mit euch durch die Berge zu düsen.